Nach dem sie ihre Sachen gepackt und etwas Proviant aufgefüllt
hatten, machten sich die drei auf den Weg. Manfred ging voraus und zeigte ihnen den Weg.
Der Tunnel hatte sich verändert.
Überall in der Decke und den Wänden steckten kleine Diamanten und andere Edelsteine, die im Licht
der Fackel in den verschiedensten Farben funkelten.
Lilly und Sepp staunten nicht schlecht über die Reichtümer die hier unter der Erde versteckt waren,
und sie fragten sich, wem sie wohl gehörten. Manfred führte sie durch ein Labyrinth von Tunneln und
Höhlen. Mal bog er rechts ab, mal links und dann gleich wieder rechts.
Er kannte sich wirklich sehr gut aus. Je weiter sie gingen, desto deutlicher war das Rauschen des Flusses
zu hören, den sie auf der Karte gesehen hatten.
„Es ist nicht mehr weit“, sagte Manfred, nachdem sie mal wieder
in einen neuen Tunnel abgebogen waren und das Rauschen jetzt schon sehr deutlich zu hören war.
Als sie nach ungefähr fünfzig Schritten um eine Kurve bogen, hatten sie ihr Ziel er
reicht. Vor ihnen lag ein wunderschönes Holzboot am Ufer des Flusses und wippte langsam auf und ab. Lilly
und Sepp waren begeistert! So ein schönes Boot hatten sie auf einem Fluss, so tief unter der Erde,
wirklich nicht erwartet. Es hatte einen prachtvoll verzierten Rumpf und einen kleinen Mast mit einem
bunten Segel aus Stoff.
An der Vorderseite befand sich eine Figur, die ein bisschen aussah wie ein kleiner Drachen. Die
Mitte des Bootes sah aus wie sein Bauch und am Ende ragte der Schwanz hoch hinauf.
„Darf ich vorstellen“, sagte Manfred und zeigte dabei stolz auf das Boot, „Das ist meine Drachenfee!“
„Drachenfee“, wiederholte
Lilly leise, „das ist ein wundervoller Name für ein Boot.“ Auch Sepp nickte sichtlich beeindruckt.
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14. Kapitel – Die Drachenfee
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