Zudem machte ein starker Wind den beiden zu schaffen.
Je höher
sie stiegen, desto stärker und stärker schien der Wind zu werden.
Dazu kam, dass Lilly und Sepp mittlerweile sehr müde wurden, aber weit und breit keine Unterkunft für die
Nacht in Sicht war. Als sie sich erneut an einer extrem schmalen Stelle vorbeigedrückt hatten standen
sie plötzlich vor einem tiefen Abgrund, der nur von einer schmalen Brücke überspannt wurde.
Es war eine Seilbrücke mit alten Holzbalken. Ächzend und knarrend
schwang sie über dem Abgrund hin und her.
Mussten sie wirklich über diese klapprige, alte Brücke? Gab es keinen anderen Weg?
Sollten sie vielleicht lieber umkehren und doch den rechten Weg nehmen? Lilly und Sepp waren verzweifelt.
Mittlerweile war es schon fast Nacht geworden und ihnen fehlte die Kraft umzudrehen.
Also beschlossen sie, lieber bis zum nächsten Morgen zu warten, um die Brücke bei Tageslicht
genauer begutachten zu können, und sich dann zu entscheiden.
Zum Schutz gegen den Wind und
die Kälte, pressten sich dicht aneinander gekuschelt in eine kleine Felsspalte und versuchten
etwas zu schlafen. Eine andere Übernachtungsmöglichkeit gab es nicht.
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20. Kapitel – Die Brücke
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