„Wie weit bin ich wohl schon gekommen?“, dachte Lilly so bei sich, als sie kurz anhielt und einen Blick auf ihren
See warf. Heute lag er fast ganz still.
Kaum ein Lüftchen wehte und nur ganz klitzekleine Wellen schwappten an das Ufer.
„Wie lange meine Reise wohl dauern wird?“, dachte sie, während sie den flinken Wasserläufern auf dem
See zuschaute, die elegant ihre Bahnen zogen, ganz so als wären sie Eiskunstläufer in einem Sportstadion
bei den Olympischen Spielen.
„Wenn ich doch auch so auf dem Wasser laufen könnte“, sagte sie leise zu sich selbst, „dann könnte ich
einfach quer über den See flitzen und wäre viel viel schneller am Ziel.“
Als hätte ein Wasserläufer sie gehört, sauste er in einem
großen Bogen direkt vor ihrer Nase am Ufer vorbei und rief ihr zu:
„Hey du! Was stehst du denn so verträumt an einem so schönen Tag am Ufer rum?
Warum kommst du nicht zu uns ins Wasser und läufst etwas mit uns um die Wette?“
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5. Kapitel – Karl der Wasserläufer
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